25.05.2010  

Feuerschalen

Unter Feuerschalen versteht man keramische Schalen, die aus dem Feuer kommen und für Feuer/Grillgut usw. gemacht werden.

Geeignet für alle Hölzer/Holzkohle (nicht für Steinkohle)
im Außenbereich. Die von Fritz Renner angefertigten
Feuerschalen  sind einzeln manuell in zwei
Schichten angefertigt. Die innere Isolierschicht,
außen harte Tonmasse mit hohem Schamottanteil.
Gefertigt werden alle Schalen in der alten
japanischen RAKU– Technik.
Der Ursprung des RAKU steht in engem
Zusammenhang mit dem Zen-Buddhismus           
und der Teezeremonie in Japan.

Hier drückt sich die Liebe des Japaners zur Natur, zu Gewachsenem, zur Schlichtheit aus. Für die Teezeremonie werden einfache, natürliche Gefäße und Geräte besonders geschätzt. Diese Liebe zum Einfachen war so groß, dass auch misslungene oder geflickte Gefäße hohe Wertschätzung genossen, wohingegen feine Porzellanarbeiten und reich dekorierte Ware als ungeeignet für die Teezeremonie galten. Derbe Beschaffenheit und Unregelmäßigkeit wurden als besonders wünschenswert erachtet, wobei Schalen mit höchster Anerkennung die Innschrift RAKU erhielten, das bedeutet soviel wie: 

Wohlgefühl – Freude – Glück


Die Kunst des RAKU  hat sich seit dem 16. Jahrhundert in Japan beständig erhalten.
In den vierziger Jahren unseres Jahrhunderts wird RAKU in den USA bekannt und in den sechziger Jahren hat RAKU endgültig Amerika erobert. Die Amerikaner, in ihrer Unbefangenheit, haben es eher als wir Europäer fertig gebracht, RAKU vom ursprünglichen Kult der Teezeremonie und dem Zen-Buddhismus zu lösen und dieser Keramik neue, westliche Inhalte zu geben. Geblieben ist die natürliche Einfachheit, zu der diese Keramik zwingt, die Faszination, in ständigem Kontakt mit dem eigenen Produkt zu bleiben und nicht zuletzt der Reiz, dem Zufall eine Chance zu lassen.


RAKU Herstellung:

Die RAKU Ware wird bei 900-1000 Grad vorgebrannt (Schürbrand). Die geschürten Gefäße werden glasiert und sorgfältig getrocknet. Der darauf folgende Glatt- oder Glasurbrand erfolgt auf "Sicht", d. h. die Gefäße werden während des Aufheizens beobachtet, bis die Glasur glänzend und flüssig erscheint. Ist dies der Fall, werden die Gefäße in glühendem Zustand einzeln mit Zangen dem Ofen entnommen und daraufhin in Sägemehl, Laub, Papierschnitzel o.ä. unter Luftabschluss zum Nachreduzieren bwz. Räuchern gelegt oder direkt in Wasser abgekühlt. Das durch die plötzliche Abkühlung entstandene Craqueléenetz wird durch die Reduktion im schwelenden Sägemehl schwarz. Auch die von Glasur frei gebliebenen Stellen des Gefäßes werden schwarz. Färbende Metalloxide in der Glasur (z.B. Kupferoxid) erzeugen durch die Reduktion häufig metallische, irisierende Effekte. Nie wird man zwei Gefäße finden, die einander vollkommen gleichen, jedes hat seine eigene Entstehungsgeschichte, seinen eigenen Ausdruck in Form, Farbe und Textur. Selbst jedes einzelne Stück bietet aus verschieden Perspektiven einen jeweils anderen Blick.

Auszüge aus: Annette Krause "Töpfern in der Raku-Technik




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